Spezialambulanz AD(H)S

ADHS stellt nach dem heutigen Stand der Forschung eine neurobiologische Erkrankung dar. Trotz maßgeblicher genetischer Einflüsse sind der Verlauf und die Ausformung der Erkrankung stark von Umwelteinflüssen und psychosozialen Faktoren abhängig.
Die Behandlung besteht daher zumeist aus einer Kombinationstherapie mit Medikamenten, Psychoedukation und psychotherapeutischen Methoden, vorwiegend der Verhaltenstherapie.
Auch wenn die neurobiologische Grundlage der Erkrankung einheitlich ist, so sind die sich aus dem ADHS ergebenden Probleme individuell sehr unterschiedlich. Es existieren altersabhängige Grundsymptome in den Bereichen Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.
Seit Beginn 2008 besteht an der EOS-Klinik eine Spezialambulanz zur Diagnostik und Therapie von ADHS im Erwachsenenalter.
Die Diagnose des ADHS im Erwachsenenalter ist generell schwierig, da andere Erkrankungen ADHS überdecken können und bislang noch keine eindeutigen Methoden (neurobiologisch, neuropsychologisch oder bildgebend) existieren, um das ADHS eindeutig zu diagnostizieren. Das Vorgehen in der Diagnostik ist daher mehrstufig und relativ aufwändig. Notwendig sind eine rückwirkende Erfassung von möglichen ADHS-Symptomen in der Kindheit, die Erhebung der aktuellen psychopathologischen Beschwerden, die Erfassung eventuell aktuell bestehender anderer psychischer Erkrankungen und eine Feststellung des Leistungspotentials und die Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit bestimmter situativer Einflüsse.
Zur Anwendung in unserer Ambulanz kommen eine umfassende Anamnese, Selbst- und Fremdbeurteilungsverfahren, standardisierte Untersuchungsinstrumente, neuropsychologische Testverfahren und Leistungstests. Ziele der ambulanten Diagnostik bestehen in einer Abgrenzung von ADHS Symptomen zu anderen Erkrankungen, in einer umfassenden Beratung über das weitere Vorgehen und in der Erstellung eines ausführlichen Berichts.
Die Weiterbehandlung nach erfolgter Diagnostik ist generell möglich.
Bei Interesse wenden Sie sich gerne an
Ralf Jostes
Leitender Psychologe
Tel.: 0251 6860-0
E-Mail: jostes@eos-klinik.de

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