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Zwangsstörungen

Effektives Verhalten ist ritualisierter Natur: Wir tun das, was wir gut und zuverlässig können, auf eingeübte, stereotype Weise. Man kann das daran erkennen, dass neues, innovatives Verhalten sehr viel schwieriger und fehleranfälliger ist. Von Zwangsstörungen sprechen wir, wenn der Versuch der Ritualisierung schief geht: Versuche, ein Ziel handelnd zu erreichen, scheitern, weil sich die eingesetzten Beruhigungs- und Kontrollstrategien als unwirksam erweisen bzw. das Gegenteil bewirken – anstatt sicherer zu werden, wird der Betroffene immer unsicherer.

Das Spektrum zwanghaften Verhaltens ist breit. Die offiziellen Diagnosen reichen von Körperdysmorphophobe Störung, Pathologisches Horten („Messie-Syndrom“), Trichotillomanie (Pathologisches Haareausreißen), Dermatillomanie (Pathologisches Hautzupfen/-quetschen) und Substanz-/Medikamenteninduzierte Zwangsstörung und Zwangsstörung aufgrund eines anderen Medizinischen Krankheitsfaktors bis zur klassischen Zwangsstörung (vgl. DSM-5), auf die wir uns im Folgenden beschränken.

Zwangsstörungen sind durch Obsessionen, störende, unerwünschte und als irrational erachtete wiederkehrende Gedanken und Dränge charakterisiert, auf die der Betroffene mit Zwangshandlungen reagiert. Mit Zwangshandlungen sind stereotype Verhaltensweisen oder mentale Handlungen gemeint, mit denen der Betroffene glaubt, seine ängstigenden Obsessionen abstellen bzw. kontrollieren zu können. Dabei sind häufig magische oder willkürliche Regeln entscheidend, die der Betroffene im Rahmen seines „Zwangssystems“ aufgestellt hat.

 /// Therapie der Zwangsstörungen